Was der Kimchi-Krieg mit den Brüsten der Nachbarin zu tun hat

Lesen Sie, warum Gewalt genauso zur Menschheit gehört wie das Tampon zur Frau,  warum die Nachbarin prinzip-bedingt geiler ist als das was zuhause die Fenster putzt,  und weshalb Donald und Kim Jong nur spielen wollen…eine Anspielung auf Hitler gibts auch. Lassen wir es eskalieren, würde ich sagen!

Die Menschheitsgeschichte lebt von Konflikten

Während sich die Vereinigten Staaten von Amerika, in Repräsentanz des Großen Führers Donald Trump, und Nordkorea, vertreten durch den Titanen – ach was sag ich da –  Halbgott  Un, Kim Jong*, zielstrebig dem nächsten Kalten Krieg und der möglicherweise totalen nuklearen, gegenseitigen Vernichtung annähern, sitze ich hier vor meinem 120 Zoll Breitbildfernseher im Man cave und spiele das PS4 exklusive Spiel Horizon: Zero Dawn. Ein tolles Open World Adventure das eine ähnliche Hintergrund-Prämisse als Ausgangslage hat, wie der aktuelle Konflikt (Nur mal so als Tipp für die Gamer unter den Lesern). Das soll aber nicht das eigentliche Thema sein.

In Bezug auf das zickige Gefecht zweier erwachsender Kinder die sich im Sandkasten gegenseitig Schubsen und Sand in die Augen werfen, ohne sich jedoch wirklich etwas Böses tun zu wollen, während die Eltern (also die Weltgemeinschaft), grinsend zugucken und rufen „Ohh sind die süüüüß“,  lehne ich mich ganz relaxt in meinem über-bequemen, teuren Designer Sessel, mit einer Kubanischen Zigarre in der Einen (In Hartz IV umgerechnet ist das etwa ein halber Monatslohn), und einer  16 Jährigen, ähem einem  16 Jährigen Laphroaig Scotch Whisky in der anderen Hand zurück, und erfreue mich des Spektakels. Man könnte ja dazwischen gehen und beiden mit dem Handrücken auf die nackte Eichel schlagen, aber wo bliebe denn da der Spaß, nicht wahr?

Außerdem will ich wissen, wie das Ganze zu Ende geht, ohne dass sich Erwachsene einmischen. Wenn Sie mich fragen (was Sie sicher nicht tun werden oder sollten): Ich bin definitiv für eine Eskalation in der ganzen Sache!!! Lasst es krachen Jungs! Lasst die Fetzen mal wieder so richtig fliegen. Seid Polen ’39 ist es langweilig geworden in der Welt. Die Menschheit schreit wieder nach einem Konflikt der alten Schule.

Keine Gewalt ist auch keine Lösung

Kinder bekommen natürlich von Klein auf eingebläut, dass Gewalt letztlich keine Konfliktbewältigungsmethode jedweder Art von Problemen sein kann. Gewalt, heißt es in zivilisierten Kreisen,  sei „ein Eingeständnis des Sieges der Dummheit vor dem Intellekt„. Das mag sein. Allerdings ist das nur so dahergesagt, denn  konträr dazu empfinde ich die tiefe Überzeugung, dass eine Welt ohne Gewalt eine wesentlich Langweiligere wäre und im menschlichen Kontext auch gar nicht funktionieren würde. Wir  sind per se  gewalttätige Lebewesen!

Wie sähe zum Beispiel die menschliche Kunst und die Literatur aus, ohne die Dramatik des Krieges, der immer dann entsteht, wenn aus purer Langeweile ein kleines, feines Scharmützel ausgetragen oder eine nett gemeinte Vergewaltigung eine zünftige Familienfehde etabliert, die dann  Generationen-übergreifend evolutioniert und eskaliert?

Ganz einfach:  Es gäbe sie nicht! Wir hätten keine Belletristik, denn der  Roman hätte keine Grundlage.  Konflikt ist die grundlage nahezu aller Geschichten. Auch das  antike Drama hätte niemals das Licht der Welt erblickt. Gewalt ist der Grundstein menschlicher Erzählungen seid es die Nibelungensage gibt. Wären alle Wesen im Einklang miteinander und könnten Meinungsverschiedenheiten durch eine Debatte geklärt werden, würden wir in alten Pergamentrollen womöglich  nur von 6 alten Damen lesen, die sich regel mäßig Freitags zum Kaffeekränzchen treffen und darüber philosophieren, um wie viel besser die neue Tampon-Generation für reife Frauen geworden ist. Leicht einzuführen und saugfähiger denn je. Aber wer will das schon?

Die Nachbarsfrau ist grundsätzlich geiler ist als die Eigene

Ich möchte nachfolgend anhand einer wissenschaftlich fundierten Weise demonstrieren, warum eine friedliche Koexistenz zwischen Menschen nicht funktionieren kann. Zumindest nicht auf Dauer.

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der es keine Kriege gibt, kein Hass, keine dummen Autofahrer, keine AFD, keine CDU und keine SPD. Generell sind alle Politiker, Anwälte, Steuerberater und Steuereintreiber sowie Telefonhörer-Desinfizierer, auf einen anderen Planeten verbannt worden, auf dem es nicht nur sehr heiss ist, sondern auf dem sie mit Velociraptoren um ihr Leben kämpfen müssen (Übertragung 24 Stunden Live auf Netflix) .

Die ganze Welt besteht nur aus Vororten mit grünen Rasenflächen und schön gestrichenen, weißen Zäunen (in etwa wie in Amerika in den 50er Jahren). Jeder lebt in einem idyllischen Häuschen (individuell gestaltbar je nach Geschmack – keine Bauordnung – die  für Bauordnungen zuständigen Beamten wurden allesamt auch verbannt und dienen als Reittiere der anderen Verbannten). Jeder hat den gleichen Fernseher, eine Frau die genauso aussieht  wie die Nachbarin nebenan und niemand verdient mehr oder weniger Geld als der jeweils Andere. Alle fahren das gleiche Auto. Auch die Kinder sind alle gleich intelligent und jeder bekommt jedes Jahr das aktuellste iPhone.

Und nun stellen Sie sich vor, die Frau ihres Nachbarn lässt sich die Brust vergrößern. Nur ein halbes Körbchen. Das mag nicht viel sein, mögen sie einwerfen, aber glauben Sie mir: Ein halbes Körbchen weckt Begehrlichkeiten in Ihnen. Früher, als die Angebetete des Nachbarn, mit dem Sie immer nette, geruhsame BBQ Parties gefeiert haben, draußen auf dem Rasen ein Sonnenbad genommen hat, nahmen sie keine Notiz von ihr. Immerhin konnten Sie die gleichen Möpse im Wohnzimmer die Scheiben putzen sehen.

Doch nun blitzen die etwas grösseren Brüste in der Sonne, während das Dekolletee vom Rasensprenger mit leichtem Sprühnebel benetzt wird.  Sie müssen andauern rüber schauen, aber nicht wegen des Regenbogens. Für die Dame von nebenan mag es lediglich eine halbe Körbchengrösse sein, doch für Sie und den Rest der Nachbarschaft sind es Gebirge  der Lust, in die jeder gerne sein Gesicht drücken würde.

Und Schwupps die wupps haben Sie die Nachbarin geknallt. Letztlich tut das nach Ihnen fortan auch jeder andere, und irgendwann im Laufe der Woche kriegt auch der Ehemann mit, warum die ganze Strasse zu ihm rüber grinst. Er ist nun natürlich nicht mehr allerbester Laune, versteht sich, und auf BBQ Parties mit Ihnen hat er auch kein Bock mehr. Tief in seinem Inneren bahnt sich der Konflikt an den ich Eingangs erwähnt hatte. Das Fünkchen fängt an zu glimmen. Das Fünkchen das seine Menschliche Natur zum Vorschein bringen wird.

Erst überlegt er, ob er nicht alle Männer und Ehebrecher auf ein Kaffeekränzen einladen sollte, um das Thema zu diskutieren und  um es friedlich aus der Welt zu schaffen. Aber ganz ehrlich: Wenn die halbe Strasse über Ihre Alte drüber gerutscht wäre: Würden Sie es auf sich beruhen lassen und zivilisiert den kleinen Finger abspreizen, während Sie Ihren Tee schlürfen? Wenn Sie nicht gerade ein Regenbogeneinhorn Gassi führen, glaube ich Nein.

Ich meine viel eher, Sie würden das Hackebeil aus dem Schuppen holen, nochmals mit dem Schleifstein rüber fahren und ein verdammtes Massaker anrichten. Eines derart, bei dem General George Custer respektvoll die linke Augenbraue hochziehen würde. Sie würden sich ein Haus nach dem anderen vornehmen, dutzende Männer im Schlaf dem Allmächtigen zuführen und als zusätzliche Genugtuung alle anderen Weiber auf den Bang Bock schnallen und solange mit Zinn und Ihrem  Kolben bearbeiten, bis Buttermilch aus dem Allerwertesten läuft.

Sie sehen also, ohne Gewalt geht es letztlich auch in einer perfekten Welt nicht!

Wie auch immer die Trump / Un Nummer ausgeht:  Wir Mitteleuropär gewinnen!

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie der Kimchi Konflikt letztlich ausgehen könnte. Alle Paralleluniversen mit eingerechnet, habe ich jene Optionen selektiert, die als die Warscheinlichsten gelten können:

Option 1 – Eine Welt ohne Nordkorea:
Amerika registriert eine Mobilmachung Nordkoreas (Luftaufnahmen zeigen das Klarmachen von Interkontinentalrakreten) und entscheidet sich für einen Präventivschlag. Peng, 6 Nuklearsprengköpfe sprengen die Hauptstadt Pjöngjang sowie weitere, über das Land verteilte unterirdische Bunkeranlagen zurück in die Steinzeit. Nicht dass Die Landbevölkerung aktuell wesentlich weiter entwickelt wäre wie unsere felltragendenden, entfernten  Verwandten – aber dennoch ein kleiner Rückschritt. Danach ist auf Feierabend mit Militärparaden und den schlechten Frisuren dieses offensichtlich geistesgestörten, minderbemittelten Unmenschen der wenig humanitäres Verständnis zeigt.
Option 2 – Ein bescheideneres Amerika
Kim Jong Un überrascht die Welt mit drei strategisch platzierten Atom U-Booten von denen keiner was wusste (Zitat des chin. Wirtschaftsministers: „Wirl habeln von nixxe gewusste?!“) und die gleichzeitig Primär-ziele auf dem Amerikanischen Festland aufs Korn nehmen. Diverse Militärbasen, Washington, Camp David, der hässliche Mount Rushmore und diverse andere strategisch relevante Ziele werden vernichtet. Ivanka Trump wird vorher vom Nordkoreanischen Führer entführt – das wäre nun wirklich zu schade! Währenddessen wurde Donald Trump leider rechtzeitig gewarnt und sitzt in seiner AirForce One in Sicherheit. Dummerweise hat jemand vergessen den Tankdeckel korrekt zu schließen, weshalb die Maschine aufgrund von Spritmangel auf tragische Weise über Guantanamo abstürzt und der Amerikanische Präsident von diversen, bärtigen und meist wohl zu Unrecht Verurteilten Arabern sexuell genötigt, water-geboarded und sonstwie unterhalten wird, während ihm ein Mann in einem Overall 8 Stunden am Tag den Koran vorliest und ihn zwingt, unentwegt Gebetsteppiche zu bügeln.
Gleichzeitig zum Atomschlag Nordkoreas wurden allerdings Vergeltungsmaßnahmen seitens amerikanischer  Verbündeter eingeleitet, weshalb Option 1 ebenfalls zum Tragen kommt (siehe oben).
Die Amerikaner besinnen sich fortan auf die Anfänge der Nation zurück und überlassen die Weltpolitik den Schweizern. Statt dessen kurbeln sie wieder die lokale Wirtschaft an (T-Shirts werden fortan wieder im Inland produziert, McDonald exportiert weiterhin Fleischpampe für die Dicken Weiber dieser Welt oder jene die es noch werden wollen ). Als politisches Staats-System schaffen sie das Präsidialsystem mit all den verkorksten Wahlmännern ab, und führen eine parlamentarische Bundesrepublik nach Deutschem Vorbild ein (Altkanzler Gerhard Schröder wird importiert und neuer Amerikanischer Bundeskanzler).

Bis eine dieser Optionen eintreten wird, darf ich Sie allerdings dazu einladen, werter Leser, sich eine Auszeit zu nehmen, sich in ihrem Sessel im Man cave, bei Ihrer Nachbarin oder sonstwo zurück zu lehnen, und die Show zu genießen!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

P.S.: Ach du Scheisse, jetzt hab ich den eingangs erwähnten Hitler-Bezug vergessen. Irgendwie fand er keinen Platz im Text.
Entschuldigen Sie. Aber Moment halt, einen hätte ich für Sie:
Stochert ein kleiner Junge in einem Aschenbecher, kommt Hitler und fragt „wen suchst du“?

* Für die Klugscheisser unter meinen werten Lesern: Im Koreanischen u.a. wird der Familienname immer zuerst genannt