Die Wahrheit über unser Social Media Verhalten – Teil 1

Heute wollen wir uns mit dem Thema Social Media (#SocialMediaWohoo), Hitler(#MakeHitlerGreatAgain) etwas Inzest beschäftigen und unter anderem die Frage klären, warum wir so unheimlich gerne Bilder von uns selbst mit Anderen teilen. Und weil dies noch nicht genug ist, erkläre ich auch wie Freundschaften heute funktionieren und wie sie früher funktioniert haben. Warum wir gerne Kriege führen und Menschen töten um dann hin und wieder an den Strand zu fahren, um Eis zu schlecken und Stress ab zu bauen und auch dies mit allen unseren Lieben teilen.

Vorwort – Die Anfänge

Bei mir fing alles vor 15 Jahren. Mehr oder weniger. Mit “StudiVZ”!

Es war das sogenannte Dunkle Zeitalter (Nachzulesen in Geschichtsbüchern Ihres Vertrauens), in welchem Facebook in Deutschland  noch gänzlich Unbekannt war und wir auf WKW (Wer-Kennt-Wen) oder  eben StudiVZ herum hingen und uns alle ganz toll fanden. Wem das Heute nichts mehr sagt der ist sicher irgendwann nach 85′ geboren und hält “Knight Rider” für einen Schokoriegel.

StudiVZ war das Gleiche wie Facebook Heute, nur weniger durchgestylt, weniger Spionage und Werbung und weniger Arschlöcher. Na gut, genau genommen gab es Letztere auch damals schon Zuhauf, aber die Gruppen waren kleiner und damit weniger divers als Heutzutage. Will heißen: Früher musste man sich nur mit nichtsnutzigen und kurzsichtigen Spinnern aus dem eigenen Land beschäftigen – Heute geben auch Dritte Welt Staaten und andere Inselbewohner aus Übersee und Fernost ihren Senf oder ihr Wasabi dazu. (Hiermit wäre das Thema Rassismus für diesen Artikel abgehakt, obgleich ich nicht ausschließen möchte, später noch einmal darauf zurück zu kommen)

Letztlich jedoch ist StudiVZ untergegangen und in Vergessenheit geraten, weil die Besitzer größenwahnsinnig wurden und ihren ursprüngliche Anspruch verraten hatten. Nämlich indem man lediglich Studenten, also “Gebildete Menschen”, aufzunehmen gedachte in der Hoffnung, dass die Interaktionen und Diskussionen auf einem gehobeneren Niveau statt finden würden und man so das gewöhnlich Fußvolk, Bus.- und S-Bahn-Fahrende sowie Jene, die ihr Geld mit handwerklicher Arbeit verdienen müssen, draußen zu halten.  So wie die Neger und die Juden damals aus den gehobenen Etablissements.

Fakt allerdings war, dass sich Jeder anmelden durfte, ohne je einen Immatrikulations-Nachweis vorgelegt zu haben.  Es war ohnehin ein Irrglaube zu denken, Diskussionsbeiträge währen qualitativ anspruchsvoller, würde man nur Bildungsbürger zulassen: Gegenbeweise sieht man jeden Tag in politischen Institutionen dieser Erde: Selbst “gebildete” Menschen geben oftmals nur Bullshit von Sich und lachen über Fäkalwitze, während sie einen Ständer bekommen, wenn die kleine Junge Rothaarige an der Kasse einen Einblick in ihr Dekolletee zum Besten gibt. In diesen Dingen sind doch alle Menschen gleich. Der Ansatz von Facebook, jeden rein zulassen (wie Inga aus meiner Schulzeit), war nicht verkehrt. Die erfahrung zeigt, insofern die gruppe klein genug ist: Je diverser, multikultureller und vielschichtiger eine Gruppe ist, desto besser.

Damit kommen  wir zum ersten Teil unserer Social Media Analyse.

Teil 1

Wahre Freundschaften

Die Etymologie “Freund”wird im Kontext eines Social Networks eher großzügig aufgefasst, wenn Sie mich fragen. Bevor wir also mit unserer Analyse fort fahren können, heben wir im Folgenden zunächst die Unterscheide zwischen “Freunden” und Freunden hervor.

Das sind Freunde
  • Dr. Emmet “Doc” L. Brown und Marty McFly (Das grösste Duo aller Zeiten, ohne Frage! Ein Delorean als Zeitmaschine, Hoverboards und eine fliegende Dampflok und sie halfen sich gegenseitig ständig aus der Scheisse -> Besser geht es nicht!)
  • Terence Hill und Bud Spencer (Sie aßen Bohnen gemeinsam, hielten zusammen wie Pech und Schwefel und es gab immer eine Fest aufs Maul -> Eine wahre Männerfreundschaft)
  • Bonney und Clyde (Haben miteinander geschlafen und während des Koitus über den letzten Bankraub sinniert, und wie blöd das Gesicht des Polizisten war, dem man in seinen fetten Wanst geschossen hat    -> Dreiteiler, Kleid, Kugeln und Samenergüsse, was will man mehr?)
  • Die Drei Musketiere und D’Artagnan (Die Jungs waren die ersten, die Bukake Parties veranstalteten; Gemischt mit Spitzbärten, Degen und Pferde + geile willige Französinnen in der  Renaissance -> was kann man mehr vom Leben erwarten?)
  • Rick & Morty (Worte sind überflüssig)
  • Billy The Kid und Pat Garret ( Sie tranken und ritten zusammen und hatten flotte Dreier. Pat Garret hat Billy zwar am Ende erschossen, aber wer ist schon perfekt?)
Das sind keine Freunde
  • Menschen, denen Du im Allgemeinen scheiß egal ist
  • Menschen, die sich nicht dafür interessieren was Du tust und ob es Dir gut geht, die Dich aber überschwänglich umarmen wenn man sich mal zufällig trifft -> Wir sollten auf jeden Fall mal wieder essen gehen
  • Menschen, die Dich in den Arsch ficken und nicht mal einen Zehner liegen lassen
  • Menschen, die Dich ausnutzen um ihrer Selbst willen und dies als  Nächstenliebe verkaufen (Hat Jesus schon mal aus  reiner Nächstenliebe heraus seine heilige Faust in die Thunfisch Dose von Maria Magdalena gerammt und Windmühle gespielt?)
  • Blondi, die Schäferhündin Hitlers -> Sie hat nur so getan als ob es ihr gefallen würde, des Führers Eier zu lecken. Weil sie wusste, dass sie an die Ostfront geschickt worden wäre, hätte sie es nicht mit einem Grinsen im Gesicht getan (insofern Hunde Grinsen können)
Warum posten wir Selfies?

So, nachdem wir geklärt haben was die Zielgruppe ist, nämlich “Freunde”, können wir uns endlich mit der eigentlichen Frage beschäftigen.

Warum posten wir Selfies auf Facebook und Instagramm und Whatsapp , etc? Ja, warum tun wir das?

Eine Analogie hierzu: Warum onanieren Affen im Zoo vor der Scheibe aller Besucher, anstatt sich hinter einem Baum zu verstecken, um anschließend dem kleinen Timmie quasi ins Gesicht zu spritzen. Also fast, weil ja (leider ?) die Scheibe dazwischen ist.  Wie lustig wäre es denn, wenn die Scheibe kleine runde Gloryholes hätte? Aber um nicht ab zu schweifen: Affen tun dies, wie auch wir, weil wir alle selbstverliebte, narzisstische Bastarde sind die nach persönlichem Glück und Lob streben und immer und  überall nach  Komplimenten fischen. Wir alle. Ja, sogar ich! Obwohl ich ob meines guten Aussehens eher noch den Anspruch hegen kann, die Welt durch  Verbreitung meines Antlitzes ein wenig besser und schöner zu machen. Wie ein schöner, frischer Blumenstrauss, den man sich in den Flur stellt. Hat keinen Sinn, bringt uns allerdings der Natur näher – bzw im Kontext von Facebook unseren “Nächsten”, wie die Bibel sagen würde. Also Jene nämlich, die wir als unsere Freunde bezeichnen. Aber was sind Freunde?

Entgegen den vorangegangenen Beispielen sind die Menschen, die wir auf Facebook zu unserem Kader der Follower zählen, eher vergleichbar mit den Besuchern eines Eiscafés, vor dem man ein bisschen angibt, indem man mit seinen neuen Porsche, der scharfen Schnitte mit den Doppel-D Brüsten oder einem lauten, teuren Harley Davidson Motorrad vorfährt. Einfach nur so zum Spaß. Und um den anderen zu zeigen, wie geil man ist. Es sind Schein-freunde, die sich hin und wieder dazu herablassen, ein “Like” oder ein Herzchen für ein Selfie da zu lassen.

“Sag ma, hast Du abgenommen?”
“Ach, wie ist dir das aufgefallen bei den 50 kg die ich weniger wiege, sehr aufmerksam”

Aber 90% tun nicht mal das. Sie sind  sogenannte Voyeure, die Inhalte konsumieren, sehen was bei Anderen so abgeht, aber selbst unsichtbar bleiben wie die braune Kackspur in der schwarzen Unterhose. Man weiß, dass sie da ist, man kann sie nicht sehen aber riechen.

Warum posten wir also Selfies von uns am Strand der Malediven, oder vor dem Traualtar, nur um von unbedeutenden Menschen, die sich im realen Leben jahrelang nicht melden zu lesen:

“Oh Wow, viel Spaß im Urlaub. Lasst es Euch gut gehen” oder

” Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit. Live Long and Prosper!”.

Wir tun es nicht, weil wir Wert auf die Meinung anderer legen würden oder wir uns tatsächlich über die Urlaubsgrüße eines alten Eichelkäse-Penners freuen, sondern weil wir wissen, dass die Anderen es schlicht zur Kenntnis nehmen und sich denken: “Diese Schweine haben ein tolles Leben und ich sitze hier so bemitleidenswert auf meiner Couch und scrolle seid drei Stunden auf Facebook herum um zu sehen, wie gut es anderen Leuten geht während ich auf meiner Couch sitze und Chips fresse und noch fetter werde, anstatt  ich auch hätte ein geiles Buch lesen können. Irgendwas Intellektuelles wie Ulyssys von James Joyce oder was von Goethe…” oder etwas in der Richtung.

Weiter zu Teil 2 des Beitrages

Wer sein Wissen vertiefen möchte, dem sei der Folgende Artikel empfohlen, der mindestens genauso Geistreich ist wie der Vorangegangene:

Wo ist Darwin wenn man ihn braucht? Und warum sind Selfie Sticks tödlich?

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